Fakultät der Parageschichte

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Denkmal zur Hundetreue

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Der namenlose Held hat herabhängende Ohren und traurige Augen. Er schaut auf die Leute aus dem dritten Geschoss vom Gebäude an der Okopowa Strasse No. 17 in Danzig. Ehe das Haus aus dem rotten Ziegel auf der Ecke von Okopowa Strasse und Trinitatis errichtet wurde (heutzutage befindet sich hier Woiwodschaftspolizeikommandatur und private Wohnungen), hatte an dieser Stelle ein Erdendeich getürmt, der ein Teil der Stadtsbefestigung bildete.
Auf seiner Spitze stand eine fundierte gemauerte Schatzwache, wo die mit Danzig handelnden Kaufmänner die Zollgebühren bezahlten - bis die Gebühren abgeschafft wurden und die Beamten den unnötigen Posten verlassen haben. Zum Ende vom 19. Jahrhundert liess sich in der verlassenen Wache ein alter von Krankheiten gequälter Bildhauer nieder. Eines Tages stellte sich unter der Tür seiner Zuflucht eine verletzte Hündin ein, mit einem Welpe im Maul. Die Hündin starb nach ein paar Tagen. Der Künstler kümmerte sich um den Welpe. Sie wohnten zusammen ein paar Jahre bis einen Sturm im 1885. Der orkanartige Wind hat viele kaschubische auf der Motlau festgemachte Segel- und Dampfschiffe versenkt und viele Bäumer umgestürtzt. Die alte Wache auf dem Deiche hat sich in Schutt verwandelt. Wann die Geistlichen aus der nahen St.Anna-Kapelle am nächsten Morgen den Deich geklettert haben, sahen sie den Hund, der den Schutt und die Erde umgrabte. Sie haben erraten, dass das Tier seinen Herr herausbekommen versucht. Schliesslich hat der Hund sich nicht nur zum Mensch durchgegraben, sondern auch ihm geholfen sich aus der Falle zu befreien -- der Bildhauer lebte, obwohl mit gequetschten Beinen. Der Hund hat aus Entkräftung gestorben.
Die Nachricht vom Ereignis hat sich schnell um die Stadt verbreitet. Dem Künstler wurde ein neues Haus und Pflege angeboten. Bis seinen Tod hat er nur eine Skulptur geschafft: eine trueu Vorstellung seines Hundes. Zum Ende vom 19. Jahrhundert wurden die Deiche um Danzig abgetragen. In der Nähe wurde ein Gebäude errichtet. Die Hundskulptur wurde in einer Nische am dritten Geschoss gesetzt, weil der Deich zu dieser Höhe gereicht hatte. Heutzutage weisst man nicht einmal wie die Helden dieser Geschichte hiessen.

Bearbeitung: virt.Prof. Pumeks
Quelle: Dorota Kara¶, "Gazeta Morska" 2001/08/03
Photo: Knovak www.e-wanoga.prv.pl
Übersetzung: Stefan
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